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Salz in der Therapie
Die heilenden Eigenschaften von Salz führen zurück bis in die Antike. Mal Allheilmittel und mal vom Speiseplan verdammt Salz hat alle Höhen und Tiefen der historischen, mystischen und wissenschaftlichen Anwendungen mit- und durchgemacht. Vom Kraftplatz der Salzförderung als heilender Ort, bis hin zur völligen Entmaterialisierung als homöopathische Verschüttelung, reicht das nahezu unerschöpfliche Spektrum unterschiedlichster Anwendungsgebiete.
Im Folgenden möchte ich Ihnen die Meilensteine der Salztherapie näher bringen. Beginnen wir unsere Reise in Dunkelheit im innersten des Salzstocks, dem Heilstollen.
Heil im Stollen
Der Heilstollen ist eigentlich immer ein Nebenprodukt der Salzindustrie. Die Germanen nannten diese Orte heilig und fürwahr, haben sie etwas ganz Besonderes zu bieten. Das Klima in einem stillgelegten Salzstollen ist absolut konstant. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 80 Prozent, die Temperatur bei kühlen 12 Grad Celsius und die extrem staubfreie und salzhaltige Luft eignet sich ganz besonders zur Behandlung von Haut- und Atemwegserkrankungen. Mehrere Studien in verschiedenen Salzstollen brachten immer ähnliche Erfolgsmeldungen hervor: Husten, Asthma, Heuschnupfen, Schlafstörungen, Allergien, Neurodermitis und andere organische Leiden sprechen besonders gut auf eine mehrwöchige Kur im Salzheilstollen an. Das Verblüffende an diesen Studien war, dass sich die Wirkung des Heilstollens, sprich die Verbesserung des Leidens, bei vielen mindestens über mehrere Monate und bei manchen sogar für die Dauer eines Jahres bemerkbar gemacht hat. Das natürliche Bergsalz hatte eine so nachhaltige Wirkung, dass manche Forscher darüber nachsannen, wie sie diese therapeutischen Eigenschaften des Salzes mobil machen könnten schließlich hat ja nicht jeder die Zeit, sich wochenlang in ein stillgelegtes Salzbergwerk zu legen.
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