 |
Schwerelos schweben
Die Königsdisziplin der Soleanwendung ist sicherlich das Floatarium. Floaten ist nach heutigem Stand der Technik leider noch nicht für den täglichen Einsatz zu Hause geeignet. Der Platzbedarf und die Kosten (ca. 30 000 Euro) sprechen da noch dagegen. Zum Floaten benötigt man nämlich eine überdimensionale »Badewanne«, die idealerweise auch noch licht- und schalldicht ist. Das Floatarium ist quasi eine komplett von der Außenwelt abgeschnittene »Meditations- und Entspannungseinheit« wie sie ihresgleichen sucht.
Die Wirkungen des Floatens auf den menschlichen Körper sind revolutionär. Das Floaten führt aufgrund der Isolierung von Umgebungsreizen in eine sehr tiefe Entspannung. In den vergangenen Jahrzehnten wurden die Auswirkungen des Floatens systematisch in den Bereichen Gesundheitsvorsorge, Medizin, Sportwissenschaft und Ausbildungswesen untersucht. In den Vereinigten Staaten und in Australien hat das Floaten bereits einen sehr hohen Stellenwert. Nicht zuletzt durch den Einsatz von Kristallsalz, und den damit in Verbindung stehenden Heilerfolgen, wird das Floaten auch in Europa immer beliebter.
So sieht man hierzulande den Schwerpunkt des Floatens vor allem im Stressabbau, bei der Behandlung chronischer Schmerzen, bei der Suchtentwöhnung und beim Superlearning. Das Floatarium ist mit einer gesättigten Solelösung gefüllt. Mehrere hundert Kilogramm Kristallsalz sind im Wasser gelöst. Der menschliche Körper wird von der Sole sicher getragen. Mühelos schwebt man auf der Oberfläche. Die Schwerkraft ist praktisch aufgehoben und alle Muskeln können vollkommen entspannen. Nur Astronauten im Weltall kannten wohl bisher dieses Gefühl. Auf der Erde jedenfalls dürfte es keinen zweiten Ort geben, der einem die Last des eigenen Körpers so bedingungslos nimmt.
Ursprünglich wurden Floatarien mit einer Bittersalzlösung (Magnesiumsulfat) betrieben. Dennoch ist die Verwendung von Kristallsalz auch heute noch eher die Ausnahme als die Regel. Zwar wird das Gefühl der Schwerelosigkeit mit Bittersalz genauso vermittelt, wie mit Kristallsalz, aber die Verwendung von Natursalzen bringt zusätzliche, ungeahnte Effekte zum Vorschein. Floaten in Kristallsalz versetzt Menschen in einen geborgenen vorgeburtlichen Seins-Zustand. Hier lösen sich nicht nur die emotionalen Grenzen, sondern auch die körperlichen Grenzen weichen auf. Das natürliche Kristallsalz gibt die in kolloidaler Form gebundenen Mineralien und Spurenelemente an den Körper ab. Sie folgen ans Salz gebunden dem osmotischen Druck. So hat der Körper die Möglichkeit, die notwendige Aufnahme der natürlichen Antagonisten, wie Kalium, Magnesium und Kalzium über die Haut aufzunehmen.
Darüber hinaus bietet das Floatarium noch ein breites Wirkungsspektrum. Der Körper scheint sich in dieser schwerelosen Ruhe fast aufzulösen. Obwohl der Körper eine Entspannung erreicht, die tiefer ist als im Schlaf, bleibt der Geist im Floatarium dennoch wachsam. Die elektrische Gehirnaktivität nimmt stark ab. Sie sinkt von 20 bis 25 Hertz (Frequenzbereich im Wachzustand) auf acht bis vier Hertz. Im EEG ist das typische Wellenmuster des so genannten Theta-Zustands zu erkennen. In diesem halbbewussten Dämmerzustand werden kreative und inspirierte Gedankenprozesse aktiviert. Dementsprechend sind hier auch das Lernvermögen und die Fähigkeit zur Visualisierung am stärksten ausgeprägt.
Für die meisten Menschen ist der Theta-Zustand nahezu unerreichbar ohne dabei einzuschlafen. Theta-Wellen werden begleitet von lebendigen Erinnerungen, freien Assoziationen, plötzlichen Einsichten, kreativen Inspirationen und Gefühlen von Stille und Einheit mit dem Universum. Beim Floaten kommt man mühelos und auf angenehme Weise in diesen fast ungreifbaren Zustand und verweilt darin auch die meiste Zeit während des Floatens. Zeit und Raum scheinen nicht mehr zu existieren.
Endorphine (Glückshormone), die beim Floaten in großen Mengen produziert werden, lassen sich bis zu einer Woche lang im Blut nachweisen. Gerade für gestresste Menschen dürfte das Floatarium das Mittel der Wahl sein, um sich in einen lang anhaltenden Entspannungszustand zu bringen. Wer langfristige Erfolge erzielen möchte, sollte das Floaten zwei Mal wöchentlich über einige Wochen betreiben. Danach reicht es vollkommen aus, sich ein- oder zweimal im Monat dem Gefühl der Schwerelosigkeit hinzugeben.
|
|

Floaten in gesättigter Solelösung: Das ist Wellness pur. Meist kommt die volle Wirkung eines Floatariums erst nach mehreren Sessions zum Tragen. Eine durchaus lohnende und spannende Geschichte. Informationen zum Floaten finden Sie hier
|
|
|